4.2 Analoge Haptik im virtuellen Raum
Auch bei Visualisierungen kann durch entsprechende Haptik und Materialien der analoge Raum in die Videokonferenz oder den Stream geholt werden. Visualisierungen m√ľssen beispielsweise nicht aus Powerpoint-Folien und digitalen Abbildungen bestehen. Bei Seminaren k√∂nnen ganz klassisch Moderationskarten eingesetzt werden. Einerseits f√ľr das was schon vorbereitet ist, andererseits aber auch blanko, um dann live darauf zu schreiben. Die Karten k√∂nnen abfotografiert, eingescannt oder sogar live mit Handy oder Tablet als externer Kamera eingeblendet werden. Statt Pr√§sentationen, k√∂nnen sch√∂ne Flipcharts oder kleinformatige handschriftliche Visualisierungen genutzt werden. Lediglich das √ľbliche Hochformat eignet sich f√ľr die Darstellung auf dem Bildschirm nicht unbedingt. Manche Trainer:innen und Moderator:innen haben auch ein Flipchart im Hintergrund stehen. Der Einsatz erfordert ein wenig √úbung. Schlie√ülich muss alles gut lesbar sein.
Bildersammlung auf dem Boden.
Ein Beispiel: Im Pr√§senz-Seminar lege ich zu Seminarbeginn Bildkarten aus und alle Teilnehmenden suchen sich eine aus, um sich reihum mit Hilfe der Karte vorzustellen. Online kann ich nun einfach eine √úbersicht aller Motive zeigen, alle suchen sich etwas aus und dann geht es in die Vorstellungsrunde. Oder ich erz√§hle, dass jetzt eigentlich die Karten in der Mitte des Stuhlkreises ausliegen w√ľrden und zeige ein Bild davon, wie viele Menschen um die Karten auf dem Boden stehen. Ich erz√§hle wie es jetzt eigentlich die Zeit g√§be, in Ruhe umher zu gehen und die Motive aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, vielleicht etwas in die Hand zu nehmen oder vielleicht noch einmal mit einem anderen Motiv zu tauschen. Ich k√∂nnte auch noch eine Detailaufnahme von den Karten zeigen, damit die Teilnehmenden sich vorstellen k√∂nnten, wie die Haptik ist, das Layout, wie sie vielleicht rieche. Erst dann zeige ich die digitale √úbersicht aus der die Teilnehmenden sich nun alle ein Motiv aussuchen k√∂nnen.
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