4. Umgang mit Seminarraum-Vermissung und Zoom-Müdigkeit
Tipps, um analoge Elemente in digitale Veranstaltungen zu integrieren.
Dass wir alle persönliche Arbeitstreffen vermissen und von Online Veranstaltungen gesättigt und erschöpft sind, sollten wir anerkennen und bei der Planung und Umsetzung der verschiedenen Formate berücksichtigen.
Was hilft? Wie kann Mensch das umsetzen?
    Einerseits natürlich gute, abwechslungsreiche, interaktive Veranstaltungen machen. Dazu finden sich viele Anregungen und Ressourcen hier im Gitbook.
    Andererseits aber auch einfach Zoom-Müdigkeit und Seminarraum-Vermissung ernst nehmen, anerkennen und empathisch damit umgehen. Den Teilnehmenden helfen, sich im digitalen Format wohl und gesehen zu fühlen.
Das Problem: Der fehlende Ortswechsel
Wenn wir normalerweise an einer Präsenz-Veranstaltung teilnehmen, wechseln wir den Ort, sind Gast und mit den anderen Teilnehmenden an einem Ort. Der digitale Raum macht es uns nicht einfach, das wahrzunehmen oder überhaupt ein Gefühl von einem „Raum“ zu haben. Schließlich ist der Raum „nur“ ein Fenster auf unserem Bildschirm. Wird zu Beginn der Veranstaltung ein Raum gezeigt, verändert sich etwas. Die Teilnehmenden haben ein Bild mit dem sie eine Verbindung aufbauen können, sehen einen Raum zu dem sie ein Gefühl entwickeln und sehen nicht mehr so sehr den Raum hinter ihrem Bildschirm. Ausgehend von diesem Bild können wir sie einladen, gedanklich ihr Homeoffice zu verlassen und zu uns in den Seminarraum, an den Konferenztisch oder ins Publikum zu kommen. Sie können sich einen Platz aussuchen und sich umsehen. Ganz so, wie sie es sonst im Analogen tun würden. So haben sie Zeit und Hilfestellung, in der Veranstaltung anzukommen. Gleichzeitig können sie sich die anderen Anwesenden ansehen und auch in der Gruppe ankommen.
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