5.1 Expert:innen-Input - Die Keynote

Der Klassiker unter den Veranstaltungsformaten ist der Vortrag. Da die Zuhörer:in bei einem Vortrag zunächst rezipiert, kann ein Vortrag im Digitalen recht ähnlich umgesetzt werden. Die Speaker:in kann nach der Anmoderation direkt loslegen und im digitalen Raum ihren Vortrag halten – mit oder ohne visuelle Unterstützung durch Präsentationsfolien. Vor dem Vortrag sollte kurz darauf hingewiesen werden, dass Fragen im Anschluss behandelt werden (wie im analogen Raum ebenso üblich). Damit ein Gruppengefühl entstehen kann, kann man die Zuhörer:innen ermutigen, die Reaktions-Funktion zu nutzen, die einige Video-Konferenztools anbieten: Ein Applaus oder Daumen hoch zwischendrin geben auch der Sprecher*in das Gefühl, nicht in den leeren Raum zu sprechen!

Keynotes sind in der Regel kurze Formate, gerade im digitalen Raum sollte die reine Sprechzeit 15 Minuten nicht übersteigen. Der Vorteil einer digitalen Keynote ist, dass diese ohne großen technischen Aufwand aufgezeichnet werden und im Nachgang einem breiteren Publikum zuteil werden kann – immer nach Absprache versteht sich!

Empfohlene technische Einstellungen für die Keynote:

  • Sicherstellen, dass sie Speaker:in sicht- und hörbar ist (Mikro-/Video-Einstellungen) und die Rechte besitzt, ihren Bildschirm zu teilen, um Folien einzuspielen.

  • Die Speakerin in einer Videokonferenz “anpinnen”, sodass sie für alle Zuhörerinnen ununterbrochen im Video zu sehen ist. Nach dem Vortrag wird der Pin wieder entfernt.

  • Alle anderen Personen außer der Speaker:in sind auf stumm geschaltet.

  • Für eine etwaige Aufzeichnung (in Absprache mit der Speaker:in): Zur Keynote das Aufzeichnen starten und direkt nach dem Input wieder stoppen, sodass die anschließende Fragerunde im geschützten Raum stattfinden kann.

Das interaktive Minimum: Q&A

Gerade im Anschluss an einen frontalen Input sollte die Möglichkeit für Fragen gegeben werden, und dies auch im Vorhinein so angekündigt. Je nach Gruppengröße und technischem Setting (z.B. Videokonferenz mit überschaubarer Gruppe oder Webinar) hat man verschiedene Möglichkeiten, das Q&A umzusetzen.

  • Popcorn-Stil: Dieses Format eignet sich besonders für eine kleine Runde, die bei der Videokonferenz komplett auf dem Bildschirm sichtbar ist. Man bittet die Teilnehmenden, sich je nach Impuls “popcornartig” ihr Mikrofon anzustellen und eine Frage/einen Kommentar in den Raum zu geben. Vorsicht Technik: Bei einem partizipativen Q&A biitte sicherstellen, dass die Teilnehmer:innen eigenständig ihre Mikros laut machen können, ggf. kann die Tech-Moderation unterstützen.

  • Digitale Redeliste: Einige Video-Konferenztools erlauben das digitale Händeheben – hiermit lassen sich optimal Redelisten erstellen, die von der Moderation verlesen wird. Wahlweise kann man (bei Aktivierung der Videos) auch eine physische Reaktion (Hand heben vor dem Bildschirm) erbitten. Vorsicht: Bei einer großen Gruppe werden nicht alle Videos auf einmal angezeigt – die Moderation muss dann ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass alle Stimmen gehört werden.

  • Geschriebene Fragen/Anmerkungen: gerade in einer großen Gruppe oder wenn nicht alle ihre Mikros/Videos nutzen können, bietet sich das Fragenstellen/ Kommentieren im Chat an.

Eine Stilfrage ist, ob man die Speaker:in direkt einzeln auf die Fragen/Kommentare eingehen lässt, oder zunächst einige Anmerkungen aus dem Publikum sammelt und die Speakerin gesammelt antwortet.

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